Bärenmamas Weg zu mehr Selbstliebe

Nur wer sich selbst liebt, kann auch andere lieben. ( Liebessprüche )

Diesen Satz kann ich zwar nur bedingt unterschreiben, dennoch ist Selbstliebe, Selbstwert und Selbstachtung etwas, das man oft erst finden muss.

Ich wurde mein Leben lang geliebt. Meine Eltern lieben mich. Mein Bruder liebt mich. Meine Freunde lieben mich. Mein Mann liebt mich. Mein Kind liebt mich. Jeder auf seine ganz eigene Art und Weise. Der eine vielleicht mehr, der andere vielleicht weniger. Wobei… gibt es überhaupt ein „mehr oder weniger“ an Liebe? Schwierige Frage… ( da werde ich wohl mal in einem separaten Beitrag drüber sinnieren 🙂 )

Und dennoch, habe ich selbst immer schon Schwierigkeiten damit gehabt mich selbst zu lieben. Mich an zu nehmen, so wie ich bin. Sei es durch zu hohe Erwartungen von außen ( jeder schaut einen ja mit anderen Augen an) , zu hohe Erwartungen an mich selbst ( Hach ja,… DAS kann ich wirklich gut ) oder irreal ausgesuchte Ideale.

Ich spreche hier allerdings nicht nur von der Liebe zu meinem Körper, sondern auch von der Liebe zu meinen Eigenschaften und dem Schätzen meiner Fähigkeiten und dem Wertschätzen meiner selbst.

Nein, auch das konnte ich noch nie gut.

Zum Beispiel folgendes :

Ich habe Mathe gehasst. So fielen natürlich Klassenarbeiten auch laaaange schlechter aus als ich gehofft hatte. So entstanden dann aber auch mal folgende Situationen :

“ Ich habe eine drei in Mathe geschrieben“

“ Mensch super! Aber wenn du nächstes Mal noch ein bisschen mehr lernst, dann geht es noch besser.“

Besser geht also immer. Genauso wie schlechter. Aber genug ist nicht ausreichend. Das Gefühl habe ich zumindest schon seitdem ich denken kann.

Wie sagt man so schön?

Vier ist bestanden, bestanden ist gut, gut ist fast sehr gut.

Diese Haltung und diese Aussagen begleiten mich schon mein Leben lang.

“ Du hast doch ein bisschen abgenommen oder? Geht da noch mehr?“

“ Toll! Du hast  ein Tor geworfen! Geht da noch mehr?“

“ Toll! Du bist so super in der Schule! Geht da noch mehr?“

Oft sind es ganz unüberlegte und sicherlich nicht böse gemeinte Aussagen von anderen, die mich verunsichern und mir das Gefühl geben, nicht gut genug zu sein. Mich an mir selbst zweifeln lassen. Und an dem was ich tue.

Das möchte ich ändern. Denn Selbstzweifel beeinflussen mich schon mein Leben lang. Und sie stehen mir im Weg. Sie halten mich davon ab Schritte zu gehen, die ich wenn ich auf mein Herz höre ganz dringend gehen möchte .

Und so habe ich beschlossen, Dinge zu tun, mit denen ich mir und meinen Erwartungen gerecht werde. Dinge die mir gut tun. Auch wenn ich dafür von außen vielleicht manchmal belächelt werde. Und auch wenn ich dafür von außen noch so manche Unterstützung brauche.

Deswegen habe ich unter anderem auch das Nähen angefangen. Weil es mir gut tut. Weil es mir Freude bereitet und weil ich unfassbar viel Spaß daran habe. Warum ich noch damit angefangen habe lest ihr hier .

Das ist übrigens auch der Grund, warum ich diesen Blog schreibe. Einfach so. Weil ich Lust drauf habe. Und weil ich es immer leichter fand, mich im geschriebenem Wort auszudrücken als im gesprochenem. 🙂

Aber auch die Liebe zu meinem Körper möchte ich endlich finden.

Denn auch diese beeinflusst mich maßgeblich. Ich war noch nie besonders schlank. Zumindest entsprach ich noch nie dem “ gesellschaftlichen Idealbild“ von „schlank und schön“.

Zur Zeit bringe ich bei einer Körpergröße von 1,68 m ca. 118 kg auf die Waage. Ja. Auch ich kann rechnen. Und ja, ich weiß auch, dass diese Maße weitaus mehr als nur Zahlen sind und nicht nur mein Selbstwertgefühl schwächen, sondern auch meine Gesundheit gefährden. Und das weiß ich nicht nur aufgrund verschiedener Standards oder medizinischer Fakten. Sondern auch weil ich es spüre.

Jetzt mag der ein oder andere sagen

Jeder ist auf seine Weise schön und sollte sich so lieben wie er ist!

Ja. Das stimmt. Auch ich finde wichtig, dass man sich so liebt wie man ist. Und auch ich finde, dass es kein besonderes Schönheitsideal gibt und das jeder Mensch auf seine ganz eigene Art und Weise schön ist.

Aber, und hier liegt der Knackpunkt,

ich finde auch wichtig, dass man auf seine Gesundheit achtet. Dass ich das in den letzten Jahren weniger getan habe, als ich annahm, zeigt mir nicht nur mein Gewicht, sondern auch die Tatsache, dass mir vor ein paar Wochen die Verdachtsdiagnose Bandscheibenvorfall an den Kopf geworfen wurde.

Schon vorher hab ich immer wieder Diäten ausprobiert, habe relativ regelmäßig Sport gemacht, aber mit nichts war ich so richtig erfolgreich. Was nicht zuletzt der Tatsache geschuldet war, dass es mir schwer fällt aus alten Mustern auszubrechen und alte Gewohnheiten abzulegen.

Jetzt habe ich jedoch neben dieser Verdachtsdiagnose noch einen ganz anderen Ansporn.

Nämlich meine kleine Tochter. Seitdem wir neben dem Stillen mit der Beikost angefangen haben ( Wir praktizieren BLW – Baby-Led-Weaning – was das ist, könnt ihr hier lesen ) , achte ich natürlich nochmal ganz anders auf unsere Ernährung.

Allerdings war die Verdachtsdiagnose Bandscheibenvorfall noch ein weiterer Anstoß JETZT zu beginnen. Ich brauche meinen Rücken noch. Für mich. Für meine Tochter. Für meine Familie. Für meinen Beruf.

Auf meinem Weg zu einem leichteren Leben möchte ich euch mitnehmen.

In den nächsten Wochen lasse ich euch auf diesem Wege an meinem “ Konzept“ teil haben und auch an meinen Erfolgen, Misserfolgen, Schwierigkeiten und Leichtigkeiten.

Ich freue mich darauf von euch begleitet zu werden 🙂

Eure Bärenmama Sarah

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