Mamakopf und Mamaherz

In den letzten Wochen haben wir uns immer öfter mit einem Thema befasst (-en müssen), welches meinem Mamaherzen schwer auf der Mitte liegt…

Fremdbetreuung

Jetzt werden sicher einige diesen Artikel wieder schließen, weil sie denken “ och neeee nicht noch eine Mutti, die sagen muss wie furchtbar das alles ist und dass man sein Kind gefälligst selbst zu betreuen hat“. 😉

Aber, wenn ihr Lust habt noch etwas mehr über mich zu erfahren, dann lohnt es sich weiter zu lesen. Denn jetzt wirds tiefgründig 😉

 

“ Vor Mukki’s drittem Geburtstag geb ich sie nicht ab!“ 

Fangen wir vielleicht erstmal damit an, wie ich mir immer alles vorgestellt hab – ursprünglich.

Seit der Geburt unserer kleinen Mukkelmaus stand für mich fest :

Solange wir es irgendwie schaffen, finanziell über die Runden kommen und alles gut läuft betreuen ich und mein Mann die Mukkelmaus selbst.

Seitdem Mukki ein Jahr alt ist gehe ich nun aufgrund der Tatsache, dass ich kein Elterngeld mehr bekomme 🙄 auf 450€- Basis in einem ambulanten Pflegedienst mit ganz toller Arbeitsatmosphäre jedes zweite Wochenende arbeiten. An diesen Wochenenden wird Mukki weiterhin von uns betreut – überwiegend dann natürlich vom Papa.

So konnten wir uns den Luxus herausnehmen ( ich schreibe bewusst Luxus, weil ich weiß dass sich das nicht jede Familie erlauben kann… 😦 was mir immer wieder unendlich leid tut…) zu sagen, wir brauchen noch keine Fremdbetreuung für unsere Tochter. Unter  der Woche übernehme ich weiterhin die meiste Zeit und am Wochenende verändert sich erstmal nur jedes zweite Wochenende etwas für Mukki.

Dann ist mir allerdings in den letzten Monaten etwas immer bewusster geworden.

 

Ich bin keine „Spielemama“ 

Mir ist in den letzten Monaten immer öfter aufgefallen, dass mir etwas in unserem Alltag unfassbar schwer fällt. Natüblich möchte meine Mukkelmaus immer mehr beschäftigt werden. Und immer öfter fällt mir auf, dass ich damit hoffnungslos überfordert bin, wenn es darum geht mit ihr zu spielen, Quatsch zu machen und „Dönnikes“ zu machen. Singen, tanzen, Fingerspiele – Alles kein Thema… Aber spielen? 😳 ohweia!

Bis ich mir das eingestehen konnte sind einige Wochen ins Land gezogen, in denen nicht nur mein Kind oft frustriert war. Und auch heute gibt es immer noch Tage an denen mir das zu schaffen macht. Das Spielen fängt hier aber dann am Nachmittag der Papa auf, sodass sie wenigstens in ihm einen tollen Spielpartner hat.

Was hat das alles mit einer „Fremdbetreuung“ zu tun ?

Erstmal finde ich es an dieser Stelle wichtig zu sagen, dass jede, wirklich JEDE Familie einen für sich passenden Weg finden muss ihren Alltag zu gestalten. Es ist völlig egal, ob eine Familie sich dafür entscheidet ( oder entscheiden muss) das Kind mit einem Jahr oder früher in eine andere als die eigene Betreuung zu geben oder gar nicht oder mit drei wenn es in den Kindergarten gehen soll.

Hinter jeder Entscheidung wird diese Familie stehen und jede Familie wird sich darüber viele und noch mehr Gedanken gemacht haben. Deswegen steht es weder mir noch jemand anderem zu, über diese von der Familie wohl durchdachte Entscheidung zu urteilen. Das nur kurz dazu.

Was hat das mit dem nicht spielen können jetzt mit der Entscheidung über “ Fremdbetreuung“ oder nicht zu tun?

Mukki und ich gehen ja einmal in der Woche noch zu einer ganz tollen Stillgruppe. Anfangs war es immer so, dass ich sie nichtmal absetzen konnte um meine eigene Jacke abzulegen. Mit jeder Woche die wir dort waren und mit jedem Treffen taute unsere Mukkelmaus immer mehr auf, sodass ich mitlerweile immer sage “ Eigentlich kann ich dann jetzt ja nen Kaffee trinken gehen,woll?-!“ 😅

Denn kaum sind wir dort, kann es ihr gar nicht schnell genug aus dem Kinderwagen oder der Tragehilfe raus gehen damit sie mit den anderen Kindern spielen kann. Und dann bin ich auch gern mal zwei Stunden mehr als uninteressant für sie. Das ist übrigens für mich absolut ok, weil ich mich in der Zeit immer ganz toll mit anderen Mamas dort unterhalten kann.

Und so haben wir die letzten Wochen immer wieder zu hause darüber gesprochen, ob es nicht vielleicht doch eine tolle Idee wäre, sie zu einer Tagesmutter zu geben. So für drei Tage in der Woche, mit einer nicht so ganz großen Gruppe, wo sie mit andern Kindern ausgelassen spielen kann, die Welt entdecken und sich weiter entwickeln kann. Ein schöner Gedanke, mit dem wir uns insgesamt gut anfreunden konnten.

Warum mein Mamaherz jetzt trotzdem weint…

Heute habe ich mir dann mit der Mukkelmaus zusammen eine Tagesmutter und ihre Räumlichkeiten angeschaut. Der Eindruck war gleich ganz positiv, das Bauchgefühl gut. Die Räumlichkeiten liebevoll gestaltet, eine warme Atmosphäre, die mich gleich empfing.

Zum 1.8. dieses Jahr wäre ein Platz frei.

Und dann unterhielten wir uns. Über ihr Angebot, unsere Vorstellungen und auch schon etwas über ein paar Gewohnheiten der Mukkelmaus.

Alles klang wirklich gut, mein Bauchgefühl und mein  Mamakopf sagten mir gleich “ ja das könnte gut passen“ .

Doch dann sprachen wir über die Betreuungszeiten und wie wir uns das vorstellten… Drei Tage etc.

Und dann sagte sie “ Nee… Das mach ich nicht. Die Kinder sind ja eine Gruppe die freuen sich aufeinander und es ist immer etwas doof, wenn immer ein Kind so rausgerissen wird…deswegen kommen alle , außer im Krankheitsfall, die ganze Woche.“

Mein Mamakopf sagt “ Ja klar, macht auch irgendwie Sinn.“

Und mein Mamaherz? Das weint dicke, große Krokodilstränen.

Warum? 

Bisher konnte ich mich gut mit dem Gedanken anfreunden, auf einmal drei Tage die Woche meine Mukkelmaus nicht mehr rund um die Uhr um mich zu haben. Aber die ganze Woche?? 😱

Das kommt mir grade so weit weg vor. Und damit muss sich mein Mamaherz erst einmal auseinander setzen.

Und jetzt?

Jetzt heißt es reden, reden, reden. Das Für und Wider abwägen. Und dann gemeinsam entscheiden, ob wir das so für uns wollen. Ob wir das so für unsere Mukkelmaus wollen.

Wie es hier damit weiter geht, das könnt ihr dann bestimmt in den nächsten Wochen hier verfolgen 🙂

Aber egal wie wir uns entscheiden werden, es wird wohl überlegt sein und wir werden  voll und ganz hinter dieser Entscheidung stehen können.

Bis ganz bald

Eure Bärenmama

 

 

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